Siebter Fachtag Geschichte im Stadtmedienzentrum Stuttgart am LMZ BW in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Stuttgart

Begrüßung im Filmsaal des SMZ Stuttgart

Vom Bild her denken – Visual History im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts lässt sich eine zunehmende Herausbildung einer „Hegemonie des Visuellen“ (Gerhard Paul) beobachten. Die vermehrte Produktion und die damit einhergehende Verfügbarkeit von Bildern läuteten ein „Visuelles Zeitalter“ ein, das bis heute andauert. Die Forschungsansätze der transdisziplinären Visual History bieten der historischen Forschung, der Geschichtsdidaktik und somit auch dem Geschichtsunterricht die Möglichkeit, überlieferte visuelle Artefakte (Bilder) jenseits ihrer rein illustrativen Funktion als „Abbilder der Wirklichkeit“ zu analysieren und Deutungen (Narrative), die mit Hilfe von Bildern erzählt werden, zu dekonstruieren.

In mehreren Workshoprunden sollen die im Hauptvortrag erworbenen fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und methodischen Erkenntnisse zum Umgang mit Bildern vertieft und ergänzt werden. Ein Workshop nimmt Fotografen des Ersten Weltkriegs in den Blick und zeigt exemplarisch, wie deren Fotos in zeitgenössischen Illustrierten rekontextualisiert wurden. Ein zweiter Workshop widmet sich der virtuellen Umsetzung und Re-Inszenierung des Ersten Weltkrieges in Computerspielen. Ein dritter Workshop hinterfragt am Beispiel des Trümmerfrauenmythos die Erinnerungskulturen in der DDR und der BRD. Digitale Möglichkeiten der Arbeit mit historischen und zeitgenössischen Bildern im Geschichtsunterricht werden ebenfalls vorgestellt.

Programm

11:00–12:45 Uhr

Begrüßung und Vorträge mit Austausch

„Vom Bild her denken – Visual History im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht.“ (Florian Hellberg, Dr. Markus Bultmann, Tobias Roth)

12:45–13:30 Uhr

Mittagspause

13:30–14:30 Uhr

Workshoprunde 1

14:45–15:45 Uhr

Workshoprunde 2

Sie können an zwei von vier Workshops teilnehmen. Geben Sie die gewünschten Workshops bitte bei Ihrer Anmeldung an.

Die Workshops:

  • „Virtueller Weltenbrand? Der Erste Weltkrieg im Spiegel digitaler Spiele.“ (Florian Hellberg)
  • „Mobilmachung des Auges? Fotografien als Waffen des Ersten Weltkrieges.“ (Dr. Markus Bultmann)
  • „Mythos Trümmerfrau? Deutsch-deutsche Erinnerungskulturen im Vergleich.“ (Tobias Roth)
  • „Comic und GraphicNovel im Geschichtsunterricht.“ (Bernhard Geiger und Dr. Holger Skor)

16:00–16:45 Uhr

Stadtgeschichte digital entdecken: „Das digitale Stadtlexikon der Stadt Stuttgart.“

(Dr. Günter Riederer und Dr. Katharina Beiergrößlein)

Seit Kurzem ist das vom Stadtarchiv Stuttgart konzipierte digitale Stadtlexikon online und lädt dazu ein, die Stuttgarter Stadtgeschichte auf eine bislang nicht gekannte Weise neu zu entdecken. Digital, empirisch fundiert und quellengesättigt verortet das Lexikon seine Artikel im Raum: virtuell auf einer Stadtkarte, die sich auch in einen passenden historischen Plan verwandeln kann, konkret im öffentlichen Raum, denn das Stadtlexikon ist responsiv und wandert mit seinen Leserinnen und Lesern durch die Stadt. Dr. Katharina Beiergrößlein und Dr. Günter Riederer (beide Stadtarchiv Stuttgart) stellen das digitale Stadtlexikon vor und bieten eine kurze Einführung in die Benutzung des Angebots.

Das Programm als PDF

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